Umweltpsychologie

Das Arbeitsfeld Umweltpsychologie beschäftigt sich mit dem Denken, Fühlen und Handeln von Menschen in Mensch-Umwelt-Technik-Einheiten, sowohl auf der individuellen Ebene als auch in organisationalen und institutionellen Kontexten. In nationalen und internationalen Forschungsprojekten werden umweltpsychologische und sozialwissenschaftliche Fragen inter- und transdisziplinär bearbeitet:

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor sowohl für die Nutzung von neuen Energietechnologien, für die gesellschaftliche Umgestaltung eines Energiesystems wie auch für Transformationsprozesse zur nachhaltigen Entwicklung ist die aktive Akzeptanz durch die Nutzer bzw. durch die beteiligten Akteursgruppen. Innerhalb der Forschungsprojekte werden die psychologischen und sozialen Komponenten der Energieerzeugung und -nutzung mit dem Ziel, neue Wege und Empfehlungen für eine nachhaltige und gesellschaftlich tragfähige Transformation des Energiesystems zu erarbeiten, untersucht. Ausgehend von einer systemischen Perspektive wird ein breit angelegtes, gegenstandsorientiertes Methoden- und Analyseinventar genutzt, um sowohl qualitative als auch quantitative Zugänge zu unterschiedlichen Gegenstandsbereichen zu ermöglichen und welches dazu dient, Zielsysteme zu beschreiben, Veränderungen zu erklären und Handlungsmodelle zu entwickeln. In diesem Zusammenhang finden in den Projekten neben standardisierten Fragebogenerhebungen in den bundesweiten Untersuchungsregionen und qualitativer Interviews mit einzelnen Schlüsselakteuren auch eine Reihe von Workshops sowie weitere partizipative Methoden statt, in denen mit Vertretern verschiedener beteiligter Akteursgruppen die jeweiligen Perspektiven und Erfahrungen ausgetauscht und mögliche Lösungsansätze erörtert werden.

Unsere Anwendungsbereiche sind dementsprechend breitgefächert und umfassen insbesondere

  • Akzeptanzforschung bzgl. erneuerbarer Energietechnologien wie Windenergieanlagen, Biogasanlagen und PV-Freiflächenanlagen sowie dem korrespondierenden Netzausbau
  • Verhaltensbezogene Aspekte bei Verbrauchsmanagement (z.B. Nutzung neuer Technologien wie BEMI) und Elektro-Mobilität
  • Verhaltens- und nutzerbezogene Aspekte der energieeffizienten Ressourcennutzung auf unterschiedlichen Systemebenen (Individuum, Gebäudenutzung, Stadtentwicklung)
  • Begleitung systemischer und institutioneller Veränderungsprozesse, z.B. im Hinblick auf eine effiziente und nachhaltige Stadtplanung, Klimaschutzstrategien und energienachhaltigen Gemeinschaften
  • Gestaltung, Begleitung und Bewertung formeller und informeller Partizipationsprozesse

 

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