Altbausanierung: Energetische Sanierung der WOGE Saar-Wohnanlage "Zum Rauenhübel"

Objekt:
Zum Rauenhübel in Völklingen-Wehrden. Drei Mehrfamilienhäuser mit jeweils 36 Wohneinheiten und einer Wohnfläche von ca. 2.790 m2 je Wohnblock.


      

 

Das IZES hat ein Konzept erstellt, das die energetische Sanierung der drei Objekte im Rahmen des aktuellen KfW-CO2-Gebäudesanierungsprogramms gemäß dem Maßnahmenpaket 0 „Komplettsanierung der Gebäudehülle“ vorsieht. Ergänzend zu den standardmäßigen Ausführungen im Rahmen des Maßnahmenpakets, wird der Standard „Niedrigenergiehaus im Bestand“ des KfW-Programms angestrebt, was einen 15%-igen Teilschulderlass ermöglicht.

Dies setzt insbesondere eine sorgfältige Umsetzung des Gesamtkonzepts unter Beachtung kritischer Details wie z.B. Balkone, Perimeter usw. sowie die Luftdichtheit des Gebäudes voraus, damit das entsprechende Niveau gemäß den angestellten Berechnungen nachgewiesen werden kann.


Folgende Sanierungsmaßnahmen sind vorgesehen:

1. Dämmung der Außenwand – Wärmedämmverbundsystem WLG 035, 140mm
2. Perimeterdämmung – WLG 035, 80-100mm
3. Kellerdeckendämmung – WLG 040, 100mm
4. Dachdämmung 160mm, WLG 040
5. Fenster - UW<= 1,4 W/m2K
6. Haustür / Innentüren
7. Detailausbildung: Balkone, Perimeter 
8. Oberer und unterer innerer Gebäudeabschluss (Treppenhaus)

Detaillierte Wärmebrückenberechungen im Bereich der Anschlüsse der Fenster, Perimeter, Balkone ermöglichen unter bauphysikalischen, energetischen und ökonomischen Aspekten die Wahl der optimalen Sanierungsvariante.

Am Beispiel der Fenster kann dies veranschaulicht werden:
Die energetisch optimale Lage des Fensters bei Durchführung einer Außendämmung liegt normalerweise im Bereich der Wärmedämmung. Im vorliegenden Sanierungsfall gilt es jedoch zu prüfen, unter welchen Randbedingungen die bestehende Einbausituation (Mitte Wand) beibehalten werden kann. Dies führt zu Kosteneinsparungen, da vorhandene Innenfensterbänke erhalten werden können. Außerdem kann der Aufwand für die Nachbearbeitung der Laibungen und Fensteröffnungen geringer ausfallen.

Die Überprüfung der Anschlussdetails erfolgt im Hinblick einer Vermeidung von Tauwasseranfall im Innenbereich sowie zur Ermittlung der optimalen Dämmstärke zur Verminderung von Wärmeverlusten. Abzuleiten sind hieraus Vorgaben für die minimale Blendrahmenbreite des Fensters zur Einhaltung der erforderlichen Überdämmung sowie evtl. Vorgaben im Bereich des Anschlussprofils der Fensterbank am unteren Anschluss des Fensters. Neben der Detailplanung von Anschlüssen begleitet das IZES die Durchführung der energetischen Sanierungsmaßnahmen im Rahmen von Qualitätskontrollen vor Ort.

 


Fenster vor Sanierung                     Fenster nach Sanierung                                             3D-Wärmebrückensimulation:   
                                                                                                                                         Anschluss Lichtschächte im Außenwandbereich

 

Auftraggeber:

          Wohnungsgesellschaft Saar mbH (WOGE)

 

 

Laufzeit: 
05/2006 bis 12/2006
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