Altholz Quo Vadis

Zukünftige Entwicklung EEG-geförderter Altholzanlagen in Deutschland

                  Altholz im Strom- und Wärmesektor

In den letzten Jahren hat sich die Biomasse-Nutzung in Deutschland im Bereich der Energieerzeugung zu einem Leistungsträger im Konzert der regenerativen Energien entwickelt. Durch aktuelle Vorgaben des EEG stellt sich jedoch die Frage, ob und welche Bioenergieanlagen in den nächsten Jahren stillgelegt werden. Die Folgen dieser Stilllegung hat eine stoffliche, technische, gesellschaftliche und energiewirtschaftliche Dimension. Einzelbetriebliche und makroökonomische Belange sind betroffen. Das Projekt fokussiert Althol(heiz)kraftwerke, die im Gegensatz zu Biogas noch nicht Gegenstand von dementsprechenden Untersuchungen waren.

Da Altholz(heiz)kraftwerke im aktuellen EEG keine Berücksichtigung mehr finden, und auch eine Weiterfinanzierung der 75 Be­standsanlagen mit einer Leistung von 800 MWel über das EEG nicht möglich ist, stellt sich die Frage, auf welcher ökonomischen sowie technischen Basis der Anlagenbestand erhalten werden kann bzw. soll und welche Effekte im Kontext potenzieller Bestandsentwicklungen zu berücksichtigen sind. Die diesbezüglich erforderlichen Untersuchungen sind im Zusammen­hang mit den folgenden vier Determinanten durchzuführen:

  • Die stoffliche Dimension im Hinblick auf die Rohstoffverfügbarkeit (hier: Altholz) und die im Rahmen der Rohstoffmobilisierung erzielbaren Klimaschutzeffekte.
  • Die technische Dimension im Hinblick auf die Notwendigkeit / Realisierbarkeit tech­nischer Anpassungen / Innovationen am Beispiel von zwei Anlagen der STEAG NE.
  • Die gesellschaftspolitische Dimension im Hinblick auf die notwendige Akzeptanz entsprechender Maßnahmen.
  • Die energiewirtschaftliche Dimension im Hinblick auf den Beitrag der Altholzkraft­werke zur Transformation der Energiesysteme im Zusammenhang mit der dadurch realisierten Klimaschutzwirkung

 

 

 Dimensionen der Altholz-Verwertung (IZES gGmbH)

 

Ziel des Projektes ist es, Möglichkeiten eines Weiterbetriebes von Altholzheizkraftwerken in Deutschland unter Berücksichtigung spezifischer Finanzierungssysteme näher zu beleuchten und durch technische wie auch ökonomische Maßnahmen, die am Praxisbeispiel analysiert werden, einen Fortbestand zu sichern.

 

Arbeitspakete:

AP 1: Bewertung des Altholzmarktes

AP 2: Kostenstruktur altholzgefeuerter Biomasse HKW

AP 3: Energiemarkt Strom und Wärme in D und EU

AP 4: Optimierung altholzgefeuerter Biomasse HKW

AP 5: Entwicklung EU-konformer Fördermechanismus

AP 6: Übertragbarkeit und nationale Effekte

 

Laufzeit: 
08/2017 bis 07/2019
Arbeitsfeld: