Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung Analyse eines Ausbaus der Kraft-Wärme-Kopplung in Saarbrücken

Projektinhalte

Die Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft Saarbrücken mbH plant und betreibt den Wiedereinstieg in die Stromerzeugung. Die IZES gGmbH entwickelte in ihrem Auftrag vor dem Hintergrund des Integrierten Energie- und Klimaprogramms der Bundesregierung (IEKP) sowie der dahinterstehenden EU-Vorgaben eine kommunale Klimaschutzperspektive für Saarbrücken durch den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) und der Stromerzeugung auf Basis Erneuerbarer Energien:

  • In einem ersten Schritt war der Ausbau der KWK nach energiewirtschaftlichen, ökonomischen und ökologischen Kriterien zu analysieren
  • sowie allgemein ihre Rolle in einem Stromsystem mit einem hohen Anteil fluktuierender Erzeugung aus Erneuerbaren Energien zu untersuchen.
  • Auf dieser Basis wurden Handlungsempfehlungen abgeleitet, die sich sowohl auf die Ausbaustrategie als auch auf den Einsatz der KWK im Saarbrücker Stadtgebiet beziehen.

Ergebnisse

Die Untersuchung ergab, dass die Errichtung der Gas GuD-Anlage Südraum sowie von drei BHKWs mit einer Leistung von jeweils 2 MWel in Saarbrücken im Gesamtpaket mit dem beschlossenen Ausbau des bestehenden Heizkraftwerks Römerbrücke sowohl aus ökonomischer als auch aus ökologischer Sicht sinnvoll ist. Ein weiterer Ausbau mit bis zu 17 weiteren BHKWs erscheint nach den Berechnungen ebenfalls ökonomisch und ökologisch sinnvoll, allerdings nimmt der ökologische Grenznutzen mit jedem weiteren zusätzlichen BHKW ab.

Der Bau jedes weiteren BHKW sollte daraufhin überprüft werden, ob

  • die zusätzliche Wärmemenge auch mittelfristig absetzbar ist
  • die Entwicklung der Gas- und Strombörsenpreise die Wirtschaftlichkeit der Anlagen gewährleisten
  • der Einsatz von Biogas statt Erdgas möglich ist

 


Umsetzung

Im März 2010 wurde der Bau des Heizkraftwerkes Südraum sowie von drei dezentralen BHKW beschlossen, ein weiterer Zubau durch die Errichtung von bis zu neun zusätzlichen BHKW ist angedacht. Darüber hinaus soll die eingeschlagene Eigenerzeugungsstrategie der Stadtwerke mit dem Ziel, den Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung signifikant zu erhöhen, erweitert werden. Dafür wären sowohl die lokalen Möglichkeiten zu prüfen als auch ein überregionales Engagement - ggf. in Kooperation mit anderen Stadtwerken - auszuloten.

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                      Modell der 3 BHKW (Architekturbüro Jürgen de Giuli)
Die Ergebnisse der Studie können Sie hier nachlesen!


Weiterführung

Vor diesem Hintergrund entwickelt die IZES gGmbH aktuell eine Gesamtstrategie "Klimafreundliche und wirtschaftliche Stromerzeugung für Saarbrücken" mit den Schwerpunkten                                                         

  • Ausarbeitung einer möglichen Realisierung
  • Analyse des optimalen Zusammenspiels der unterschiedlichen Anlagen
  • Darstellung des Kapitalbedarfs sowie der zu erwartenden Renditen in einem Investitionsportfolio

 

Laufzeit: 
01/2009 bis 12/2010
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