Ausbau elektrischer Netze mit Kabel oder Freileitung unter besonderer Berücksichtigung der Einspeisung erneuerbarer Energien

Der Ausbau der erneuerbaren Energien forciert resultierend auch einen weiteren Ausbau der Stromübertragungs- und -verteilernetze. In diesem Rahmen stellt sich die Frage, ob als Ausbaualternative Erdkabel oder Freileitung gewährt werden sollte. Dementsprechend muss genauer untersucht werden, inwiefern diese den Ausbau der erneuerbaren Energien gefährden und ob die Alternative Kabel dieses Vorhaben besser sicherstellen oder sogar fördern könnte.

Im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit erarbeitet die IZES gGmbH eine umfassende Studie zu diesem Thema, die einen wichtigen Beitrag zur Sicherstellung der Ausbauziele und zu eventuellen Veränderungsnotwendigkeiten der elektrizitätswirtschaftlichen Rahmenbedingungen leisten soll.

Gesamtziel des Vorhabens

Ziel der Studie ist es, die technischen, betriebswirtschaftlichen und energiewirtschaftlichen Auswirkungen des Ausbaus der Netze unter den Alternativen Kabel oder Freileitungen näher zu analysieren, die derzeit existierenden Fachmeinungen dazu kritisch zu beleuchten und ein umfassendes Bild zu erarbeiten und darzustellen. Ein besonderes Augenmerk wird auf die Auswirkungen der beiden Alternativen auf den Ausbau der erneuerbaren Energien auch in volkswirtschaftlicher Hinsicht gelegt. Im Hinblick auf den Kontext der erneuerbaren Energien wird die Auswahl zwischen dem Ausbau der Alternativen Freileitung oder Erdkabel beim Ausbau des Stromnetzes im gesamten elektrizitätswirtschaftlichen Zusammenhang betrachtet.

Die wichtigsten Eckpunkte der Studie sind:

  • Gesetzliche Rahmenbedingungen und relevante Normen
  • Stand der Stromübertragung und -verteilung
  • Integration der Technologien in den Netzbetrieb
  • Ermittlung des Reifegrads der jeweiligen Übertragungstechnologie
  • Kostenvergleich zwischen den Technologien
  • Gesamtwirtschaftliche Betrachtung im energiewirtschaftlichen Kontext


Ergebnisse

Die Durchführung eines umfassenden Vergleichs von verschiedenen Trassenvarianten führte zum Ergebnis, dass bei einer unterstellten 1-jährigen Beschleunigung des Netzausbaus durch Teilverkabelungen die gesamtwirtschaftlich betrachteten Kosten denen des reinen Ausbaus mit Freileitungen gleichzusetzen sind. Die entscheidende Rolle spielen dabei die durch den 1-jährigen Engpass zu erwartenden Mehrkosten. Somit konnte gezeigt werden, dass zusätzliche Kosten für eine Teilverkabelung von Übertragungstrassen akzeptabel sein können. Dies muss jedoch jeweils fallbezogen ermittelt werden. Die hier angewendete Methode kann als Grundlage für weitere Berechnungen bezogen auf den künftigen Netzausbau dienen.

Die Executive Summary steht zum Download bereit

Der Endbericht kann auf der Homepage des BMWi heruntergeladen werden.


Im Auftrag von

 

Projektträger

 

Partner

  • BET Aachen
  • PowerEngS (Power Engineering Saar)

Laufzeit: 
10/2009 bis 03/2011
Arbeitsfeld: