Brennholzhof Merzig-Wadern - Ein Beispiel für nachhaltige Forstwirtschaft

Die Forstbetriebsgemeinschaft im Landkreis Merzig – Wadern (FBG) sucht im Rahmen einer ganzheitlichen Strategie zur nachhaltigen Stärkung der Waldwirtschaft sowie im Hinblick auf eine Weiterentwicklung des Interesses an der Waldbewirtschaftung nach Wegen zur Förderung des Absatzes von regionalen Waldhölzern zur energetischen Nutzung.
Die Flächen der FBG bestehen dabei zu einem großen Teil aus Klein – Privatwäldern, deren “Brennholzpotenzial“ bisher in einem sehr begrenzten Umfang zur Deckung des Eigenbedarfes genutzt wird. Da nach Einschätzung der FBG weitaus größere Holzmengen vermarktet werden könnten, sollten im Rahmen dieser Studie die Rahmenbedingungen und Möglichkeiten eines Brennholzhofes zur Veredelung der ungenutzten Holzpotenziale (Scheithölzer und gegebenenfalls Hackschnitzel) untersucht werden.

In diesem Zusammenhang waren u. a. folgende Fragestellungen zu bearbeiten:

  • Herleitung der Holzpotenziale in den verschiedenen Einzugsbereichen
  • Darstellung der Holz – Nachfragepotenziale im Hinblick auf mögliche Absatzwege
  • Gesamtkonzept zur Realisierung eines Brennholzhofes
  • Auswertung bereits realisierter Projekte
  • Entwicklung logistischer Abläufe
  • Entwicklung eines Betriebskonzeptes
  • Marketingstrategien
  • Kostenermittlung und Wirtschaftlichkeitsbetrachtung
  • Regionaler Mehrwert
  • Ansatzpunkte für Förderszenarien

Die technisch verfügbaren Waldholzpotenziale im Einzugsbereich wurden auf der Basis detaillierter Befragungen der jeweils zuständigen Akteure hergeleitet und mit bundesweit angesetzten Kennziffern verglichen. Dabei fanden auch Aspekte der Nachhaltigkeit (z.B. Naturschutz, Totholzanteile, etc.) Berücksichtigung.

Auf der Grundlage dieser Aufgabenstellung lassen sich zusammenfassend folgende wesentliche Erkenntnisse darstellen:

  • Insgesamt ist das Projekt „Brennholzhof Hochwald“ – auch unter Berücksichtigung der in der Untersuchung thematisierten Hemmnisse – nicht risikofrei, bietet jedoch unter definierten Rahmenbedingungen eine machbare, interessante und auch wirtschaftlich auskömmliche Möglichkeit zur Vermarktung regionaler Hölzer.
  • Der Holzhof kann dabei zum regionalen Motor einer nachhaltig forcierten Biomasse–Nutzung werden, indem er neben der reinen Holzvermarktung z.B. auch Informationsaufgaben im Umfeld der (Biomasse-) Holznutzung übernimmt (z.B. Info über moderne Feuerungssysteme). Um Risiken zu minimieren, sollte eine Einbindung des Standortes in eine landesweite Holznutzungs – Strategie angestrebt werden.

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Die Studie wurde gefördert über das Projekt „Regionen Aktiv – Land gestaltet Zukunft“ des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft.

 

Auftraggeber:
          Forstbetriebsgemeinschaft Merzig-Wadern e.V. (FBG)

Laufzeit: 
01/2003 bis 12/2004
Arbeitsfeld: