Das EEG und die stromintensive Industrie - Belastungen stromintensiver Unternehmen

Es wurden die Belastung der stromintensiven Industrie durch das EEG und mögliche Perspektiven untersucht.
Die durchschnittlichen Entlastungen der stromintensiven Industrie seit Mitte der 90er Jahre (liberalisierungsbedingte Strompreissenkungen und Wegfall des Kohlepfennigs) übersteigen nach unseren Berechnungen die Belastung durch die EEG-Kostenwälzung um mindestens den Faktor 4,5 (in 2002).

Hinzu kommen Entlastungen wie die Stromsteuerermäßigung, die Befreiung von der Konzessionsabgabe sowie die KWK-Deckelung, die sich zusätzlich zu knapp 1 ct/kWh gegenüber der restlichen Industrie addieren. Weiterhin wurde die Verteilungswirkung bei einer Deckelung untersucht. Unterstellt man für das Jahr 2002 eine gleichmäßige Überwälzung der EEG-Kosten auf alle Endverbraucher, ergibt sich eine Aufteilung der Lasten entsprechend der jeweiligen Anteile am Stromverbrauch.

Würde stattdessen eine Deckelung praktiziert, mit festen Deckelungsbeträgen in Anlehnung an das KWK-Gesetz, wären die Industriekunden mit einem Stromverbrauch > 100.000 kWh fast vollständig von den EEG-Kosten befreit. Entsprechend müssten die verbleibenden Kosten auf die Haushalts- und sonstigen Kunden umgelegt werden (kleine Industriebetriebe, Handel, Gewerbe, öffentliche Ein-richtungen, Landwirtschaft).

Die folgende Abbildung stellt die beiden idealtypischen Wälzungssituationen ohne und mit Deckelung für das Jahr 2002 gegenüber.
Die Studie bildete eine Grundlage für die sog. Härtefallregelung im EEG und wurde im April 2003 abgeschlossen.

 

Auftraggeber:
          Bundesministerium für Umwelt (BMU)

Laufzeit: 
01/2003 bis 12/2003
Arbeitsfeld: