Energiewaben

Regionale Versorgung der Großregion mit
Strom aus erneuerbaren Energien

Das Projekt wird aus dem Interreg VA-Programm der Großregion gefördert.

Weitere Informationen können auf der Projekthomepage abgerufen werden: https://energiewaben-gr.eu

 

Acht Partner aus der Großregion SaarLorLux, Rheinland-Pfalz und Ostbelgien wollen insgesamt vier sog. Energiewaben aufbauen.

 

                                               
                                         Vier Energiewaben sollen in Ostbelgien und in und um die Städte Metz (F), Remich (L) und Trier (D) entstehen.

 

Bei den Energiewaben geht es darum, ein Konzept zu untersuchen, das einen hohen Anteil des regional erzeugten Stroms aus erneuerbaren Energien nutzt und durch einen grenzüberschreitenden Ausgleich zwischen Überproduktion und Fehlbedarf die Versorgungssicherheit in der Großregion erhöht. Anhand der fünf beteiligten Regionen wird das Konzept simuliert, um Rückschlüsse auf eine Umsetzbarkeit und Übertragbarkeit auf andere Bereiche der Großregion zu ziehen. Ziel ist es, einen maximalen Stromertrag aus erneuerbaren Energien sicherzustellen und diese vor einer Abregelung wegen lokaler Überschüsse zu bewahren. Der Beitrag zum Klimaschutz und zum weiteren Ausbau von erneuerbaren Energien in der Großregion steht dabei im Vordergrund.

Eine Energiewabe kann man sich als Kombination von Stromerzeugungsanlagen, Speichern und Lastmanagement sowie unterschiedlichen Stromverbrauchern, von Haushalten bis zur Industrie vorstellen. Dabei haben online gesteuerte Speicher, die die fluktuierende Einspeisung und den Verbrauch quasi in Echtzeit zusammenführen, eine wichtige Rolle.

Mit den Partnern aus der Großregion soll nun zunächst als Simulation im Echtzeitbetrieb untersucht werden, wie die einzelnen Waben optimal auszugestalten sind, um die Versorgung mit Strom aus sog. fluktuierenden erneuerbaren Energien (fEE) wie Wind, Sonne und Wasserkraft jeweils lokal zu maximieren. Darüber hinaus wird geprüft, wie der Strom auch über die staatlichen Grenzen hinaus ausgetauscht werden kann und zwar auf Ebene der Verteilnetze (Niederspannungs- bis Hochspannungsnetze), um so die Höchstspannungsebene zu entlasten. Ein Stromaustausch dieser Art wäre ein Novum weil zwar Strom in Europa längst über alle Grenzen fließt, dies aber nur über die Höchstspannungsebene erfolgt.

Mittels einer intelligenten Steuerung von Erzeugung, Verbrauch und Netzen soll Strom aus Sonne, Wind und Wasserkraft maximal genutzt werden. Da auch der Wärme- und Verkehrssektor künftig immer mehr mit Strom versorgt wird, werden die daraus resultierenden Effekte in den Energiewaben Trier, Metz, Ostbelgien und der Stadt Remich ebenfalls abgebildet, um auch zukünftige Entwicklungen in Energieversorgung und –verbrauch zu berücksichtigen. Damit soll der weitere Ausbau von erneuerbaren Energien in der Großregion vorangebracht und gleichzeitig Beiträge zu Klimaschutz und Wertschöpfung in der Region geleistet werden.

 

An der Umsetzung des Projekts sind insgesamt acht Partner beteiligt:

  • IZES gGmbH – Institut für ZukunftsEnergieSysteme in Saarbrücken als Projektkoordinator
  • Stadtwerke Trier
  • Stadtwerke Metz
  • Ministerium der Deutschsprachige Gemeinschaft in Belgien
  • Energiegenossenschaft Courant d'Air aus Belgien
  • COCITER scrl, Kooperative aus mehreren Bürgerenergie-Genossenschaften, Belgien
  • Stadt Remich, Luxemburg
  • eida s.a., Energieversorger von Remich

Als strategische Partner unterstützen das Projekt die 11 folgenden:

  • Die Hochschule Trier
  • REScoop.eu, der europäische Dachverband der Energiegenossenschaften in Brüssel
  • Die Stadtwerke Saarbrücken Consulting GmbH
  • Die VSE Verteilnetz GmbH
  • Die Universität Lüttich, Belgien
  • Der Netzbetreiber Westnetz GmbH
  • Der Verteilnetzbetreiber der Stadt Metz
  • Die Alternative Energy Consulting & Technologies (aect), Luxemburg
  • Das Cluster TWEED in der Wallonie, Belgien
  • Das Cluster Luxinnovation, Luxemburg
  • Der Netzbetreiber Sudstroum, Luxemburg

 

Downloads

Alle Ergebnisse des Projekts werden veröffentlicht. Die ersten Ergebnisse werden voraussichtlich ab April 2017 zum Download bereit stehen.

 

Laufzeit: 
09/2016 bis 08/2018
Arbeitsfeld: