Monitoring eines Brennstoffzellen-Heizgerätes zur dezentralen Strom- und Wärmeversorgung einer Gasdruckregel- und Messanlage

Die Stadtwerke Homburg übernehmen in ihrer Gasdruckregel-und Messanlage (GDRMA) Erdgas auf einer hohen Druckstufe. Um es aber ins öffentliche Netz einspeisen zu können, muss dieses Ergas zunächst auf eine niedrigere Druckstufe gebracht werden. Die Expansion des Gases, d.h. die„Entspannung“ von einem hohen auf ein niedrigeres Druckniveau, verursacht eine Temperaturerniedrigung (Joule-Thompson-Effekt) und die hier entstandene Kälte birgt – rein durch den physikalischen Prozess – latent die Gefahr einer Vereisung der Anlage. Um dem entgegen zu wirken, wird das ankommende Gas vor der Drosselung in der GDRMA vorgewärmt.

Konventionell erfolgt die Gasvorwärmung über übliche Gaskessel. Vor dem Hintergrund knapper werdender Rohstoffe und Ressourcen wird der Einsatz neuer Technologien und die Nutzung erneuerbarer Energien aber immer wichtiger, um die Energieeffizienz zu erhöhen.

Ziel des Vorhabens ist die Implementierung eines Brennstoffzellen-Heizgerätes zur dezentralen Strom- und Wärmeversorgung der Gasdruckkessel- und Messanlage. Im Verbund mit einem Stirlingmotor BHKW und einem konventionellen Heizkessel soll das mit Erdgas betriebene Brennstoffzellen-Heizgerät die Grundlast der ausgewählten GDRMA abdecken. Als zusätzliche Innovation wird eine weitere Brennstoffzelle zur Sicherstellung einer unterbrechungsfreien Stromversorgung installiert.

 

Projektziele:

  • Implementierung eines BAXI-Brennstoffzellen-Heizgerätes zur dezentralen Strom- und Wärmeversorgung in einer Gasdruckregel- und Messanlage
  • Beurteilung des Dauerbetriebsverhaltens des Brennstoffzellenstapels
  • Sammeln von Dauerbetriebserfahrungen des BAXI-Brennstoffzellensystems, Stirling BHKW, Brötje-Brennwertkessel, P21 Brennstoffzelle
  • Steigerung der Marktakzeptanz durch Nachweis langer Lebensdauer und Alltagstauglichkeit
  • Bereitstellung von Referenzdaten aus Dauerbetrieb des BZH
  • Monitoring des modular aufgebauten Versorgungskonzeptes 

 

Laufzeit: 
09/2006 bis 09/2009
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