Recherche zur Identifizierung von Stoffen, die für die Technologien und Verfahren im Zusammenhang mit der Energiewende relevant sind

Im Kontext der europäischen Chemikalienverordnung REACH und der deutschen Energiewende wurde im Auftrag der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin eine Recherche hinsichtlich potentiell relevanter Stoffe durchgeführt.


Hintergrund

Der Begriff Energiewende steht für den Aufbruch in das Zeitalter der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz. Bis zum Jahr 2050 soll die Energieversorgung in Deutschland überwiegend durch erneuerbare Energien gewährleistet werden. Die Transformation des Energiesystems erfordert den verstärkten Einsatz neuer Technologien und Verfahren –  u.a. in den Bereichen Energieerzeugung, Energiespeicherung, Energieeffizienz - und führt zu einer gesteigerten Verwendung von neuen oder bekannten Stoffe in neuen Anwendungsformen.

Seit Juli 2007 regelt die europäische Chemikalienverordnung (EG 1907/2006) REACH die Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe innerhalb der EU. Demnach dürfen in der EU chemische Stoffe mit Jahresproduktions- oder Jahresimportmengen ab 1 Tonne nur hergestellt oder in Verkehr gebracht werden, wenn sie unter REACH registriert sind.


Projektinhalte

In diesem Kontext wurden im Rahmen des Projektes Stoffe identifiziert, die für Technologien und Verfahren der Energiewende relevant sind und bei deren Herstellung, Verwendung und Entsorgung Arbeitnehmer potentiell einem Risiko bzw. einer Gefährdung ausgesetzt sind. Im Fokus der Betrachtung standen dabei folgende Bereiche:

  • Technologien der Energieerzeugung:
    • Windkraft
    • Solarenergie (Photovoltaik, Solarthermie)
    • Biomasse (z. B. Biogasanlagen)
    • Wasserkraft
    • Geothermie, Wärmepumpen
  • Technologien der Energieeinsparung:
    • Energetische Gebäudemodernisierung (z. B. Dämmmaterialien, effiziente Beleuchtungssysteme)
    • Verkehr (Elektromobilität, EE-Kraftstoffe)
  • Technologender Energiespeicherung u. Energieumwandlung:
    • Elektrochem. Speicher (z. B. Akkumulatoren)
    • Chem.Speicher (z.B. Power toGas)
    • Brennstoffzellentechnologie

 

Die Analyse erfolgte auf Basis einer ausgedehnten Literatur- und Internetrecherche sowie anhand von zahlreichen Gesprächen mit Experten aus Industrie, Forschung, Behörden u. Verbänden.

Das Ergebnis der Studie wurde in einer Stoffliste zusammengefasst, in der die relevanten Stoffe mit den zugehörigen Informationen technologiespezifisch aufgeführt sind. Die Stoffliste soll die Identifikation neuer Risiken aus Sicht des Arbeitsschutzes erleichtern.

 

Downloads

Der Endbericht steht auf der Homepage der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) als Download zur Verfügung:

 

Auftraggeber

     Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)

 
Partner

      chromgruen Planungs- und Beratungs-GmbH & Co. KG 

 

Laufzeit: 
11/2013 bis 07/2014
Kontakt: