SOLLET - Solar unterstützte Pelletsheizung

Das im Juli 2003 gestartete europäische Projekt SOLLET zur Erschließung neuer Märkte für solar-unterstützte Holzpelletsheizungen baut ein Netzwerk von Firmen, Forschungsinstituten und Kommunen aus bisher fünf verschiedenen Ländern Europas auf.

Nun ist das Projekt abgeschlossen und Ergebnisse sowie ein Handbuch für Solar-Pelletsheizungen (in englischer Sprache) liegen vor.

Im SOLLET-Projekt ging es um die Verbreitung einer neuen Technologie: Kombinierte Solar-Holzpelletsheizungen sollten auf ihre Tauglichkeit im europäischen Markt untersucht werden. Deshalb wurden u.a. Untersuchungen zum europäischen Marktpotenzial für thermische Solarsysteme und Holzpellets in den beteiligten Partnerländern durchgeführt.

Auch wurden zehn Pilotanlagen in Deutschland, Österreich, Griechenland und Luxemburg installiert und messtechnisch begleitet. Die Messdaten der Anlagen konnten z.T. online über die SOLLET-Homepage abgerufen werden.

Die Auswertung zeigte, dass alle Anlagen generell gut funktionierten. Allerdings wurden überall Anpassungen erforderlich, die die Funktionsweise und Leistung der Anlagen beeinflussten. Im SOLLET-Projekt wie auch anhand anderer Anlagen wurde deutlich, dass kein einziges passendes Komplettsystem identifiziert werden konnte.

 Zu viele unterschiedliche Parameter waren zu berücksichtigen, um eine technisch und wirtschaftlich optimale Standardlösung zu ermöglichen.

Diese Erkenntnis legt nahe, dass die Einführung von kombinierten Solar-Pellets-Heizsystemen evtl. durch eine Standardisierung und Normierung erleichtert werden könnte. In einigen europäischen Ländern gibt es Normen für Solaranlagen und Pelletsheizungen, aber sie beziehen sich lediglich auf einzelne Komponenten und nicht auf das gesamte Heizsystem.

Die Demonstrationsanlagen wurden meist in bereits existierenden Gebäuden installiert. Die neuen Systemkomponenten wurden also an die Gebäudegegebenheiten angepasst, auch an die vorhandenen Rohr- und Leitungssysteme. In vielen Fällen gab es Probleme bei Spitzennachfragen, aber auch Wissensdefizite beim Wärme- und Warmwasserbedarf des Gebäudes. Alle Anlagen wurden sozusagen in Einzelfertigung konzipiert und an die unterschiedlichen Gebäudebedingungen angepasst.

Die andauernde Entwicklung einheitlicher Standards für Solar-Pelletsheizungen ist grundsätzlich vorteilhaft für eine europäische Marktdurchdringung. Allerdings muss dabei auch das Risiko der Fehldimensionierung kombinierter Heizsysteme berücksichtigt werden.

Unerlässlich für die weitere Verbreitung von Solar-Pellets-Kombinationen sind außerdem konstante Pellettsqualität von der Produktion bis zur Anlieferung beim Endverbraucher und eine zuverlässige Lieferung.

Auch die Bereitstellung und ständige Aktualisierung von Information über solare Heizsysteme und deren Dimensionierung für unterschiedliche Zielgruppen ist ein wichtiger Punkt in einer Verbreitungsstrategie. Politiker, Architekten, Behörden, Installateure und Ingenieure sollten in einen Erfahrungsaustausch über kombinierte Heizsysteme eintreten können, wenn sie dies wünschen.

Auf der technischen Seite sollten Steuer- und Regelsysteme verbessert werden. Auch in kleinen Anwendungen kann moderne Funktionalität mit fortschrittlicher Informations- und Kommunikationstechnologie kombiniert werden. Hierunter können z.B. ein gemeinsames Überwachungssystem für den Pelletskessel, die Solaranlage und den Be- und Entladevorgang des Vorratstanks fallen oder wetterbasierte Kontrollsysteme für die Anlage sowie Steuersysteme, die auf Nutzergewohnheiten reagieren.

Mehr Information auf der Projekt-Homepage.

 

Auftraggeber:

          Europäische Kommission
 

 

Partner:

  • Gemeinde und Energiebüro Gotland (Schweden)
  • Landwirtschaftliche Fachschule Tulln (Österreich)
  • Gemeinde Redingen (Luxemburg)
  • Center für erneuerbare Energieressourcen (Griechenland)
  • Fa. Sunsys Energietechnik KG (Sitz Dormagen)
  • R.D. Linden

 

Laufzeit: 
01/2003 bis 12/2007
Arbeitsfeld(er):