Wärmestudie Region Eifel und Trier

Die Region Eifel und Trier ist schon heute ein Vorreiter im Bereich der Umsetzung ambitionierter Energie- und Klimaschutzziele. Mitte November 2015 hat das Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung (MWKEL) die Erstellung eines umsetzungsbasierten Wärmekonzeptes für die Region Eifel und Trier in Auftrag gegeben, da sich die gesetzten Klimaschutzziele nicht ausschließlich durch eine Transformation der Stromerzeugung erreichen lassen. Ein wichtiger Bestandteil ist auch die Umgestaltung des Wärmesystems, da in Deutschland die Hälfte der bereitgestellten Endenergie auf den Bereich Wärme entfällt.

Das MWKEL hat das Konsortium - bestehend aus der IZES gGmbH, den Stadtwerken Trier, der Energieagentur Region Trier, dem Ingenieurbüro ECOSCOP und dem Steinbeis Forschungsinstitut Solites - beauftragt, diese Wärmestudie für die Region Eifel und Trier zu erstellen. In der Wärmestudie werden die Stadt Trier sowie die Landkreise Bitburg-Prüm, Bernkastel-Wittlich, Trier-Saarburg und Vulkaneifel analysiert.

Im Rahmen des Auftrages wird eine Wärmestrategie entwickelt, welche die Umsetzung der ambitionierten Zielvorgaben der Landesregierung Rheinland-Pfalz im Wärmesektor für Region Eifel und Trier konkretisiert sowie zukunftsfähige Anregungen und konkrete Maßnahmen für die Region formuliert.

Der Zeitraum der Erstellung ist sehr kurz und die Ergebnisse sollen bereits Ende Februar 2016 vorliegen, daher bittet das Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung alle zuarbeitenden Stellen, notwendige Datengrundlagen schnellstmöglich und in enger Abstimmung mit dem Auftragnehmer zur Verfügung zustellen. Das Auftragnehmerkonsortium ist vertraglich zur Einhaltung strenger Datenschutzrichtlinien verpflichtet.

 

Arbeitspakete

DieStudienerstellung gliedert sich in sechs inhaltliche Arbeitspakete:

  • AP 1
    Zu Beginn wird die bisherige Struktur der Wärmebereitstellungund der regionale Wärmebedarf analysiert.
  • AP 2
    Darauf aufbauend wird das Potenzial für Wärmequellen auserneuerbaren Energien für die Region Eifel und Trier ermittelt und einertechnischen, rechtlichen und ökonomischen Bewertung unterzogen.
  • AP 3
    Die zuvor generierten Daten werden zusammengeführt, um Orte mithoher Wärmebereitstellung aus erneuerbaren Energien und der industriellenAbwärme bzw. hohem Wärmebedarf zu lokalisieren. Zur Darstellung der regionalenVerteilung und der Kristallisationspunkte des Wärmebedarfes werden diese Datenvisuell aufbereitet.
    DieErgebnisse aus der Grundlagen- und Potentialermittlung werden mit demAuftraggeber und einem Expertengremium in einem Workshop diskutiert, umvielfältige Ideen für mögliche Szenarien der zukünftigen Wärmebereitstellung sowiemögliche Um- und Ausbauszenarien zu generieren.
  • AP 4
    Aufbauend auf den Analyseergebnissen und dem Workshop werdenstrategische Ziele im Wärmemarkt für die Region erarbeitet und durchumsetzungsorientierte Meilensteine für eine erneuerbare Wärmeversorgungergänzt.
    Nebeneinem Referenzszenario, welches aus der Leitstudie des BMU (DLR, FhG-IWES, IfnE(2012): Langfristszenarien und Strategienfür den Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland) übertragen wird,werden Zielszenarien zur Wärmeerzeugung für die Jahre 2030 und 2050 entwickeltund dargestellt. Regionale Klimafolgen und demographische Entwicklungen sowie darausresultierende Anpassungsnotwendigkeiten für rurale und urbane Gebiete werden indie Szenarienerstellung einbezogen.
  • AP 5
    Darauf folgend wird eine regionale Wärmestrategie formuliert,welche neben technischen Rahmenbedingungen auch Aspekte der Finanzierbarkeitund Umsetzbarkeit beinhaltet. Es werden kurz-, mittel- und langfristigeMaßnahmen abgeleitet und einer Realitätsprüfung unterzogen, um somit konkreteHandlungsoptionen zu erarbeiten. Dies ermöglicht die Formulierung konkreterAussagen und Maßnahmenplanungen zu Umgestaltung des Wärmesektors in deneinzelnen Verbandsgemeinden.
  • AP 6
    Zuletzt werden Beispielprojekte aus der Region Eifel und Triersowie dem übrigen Rheinland-Pfalz zusammengestellt, um die Vielfalt derMöglichkeiten im Bereich der Wärme darzustellen.

 

                                           

von links nach rechts: Arndt Müller (Vorstand SWT),Achim Hill (Energieagentur Region Trier-EART),Marc Steinert (SWT),Nikolas Wiedemeyer (SWT),Daniel Gregetz (SWT),Thorsten Henkes (Energieagentur RLP),Oliver Rechenbach (MWKEL RLP),Lukas Mock (MULEWF RLP), Thomas Pauschinger (solites), Alice Kornmann (solites),Cornelia Vogler (IZES), Stefan Beyer (EART), Florian Noll (IZES), Matthias Gebauer (ECOSCOP), Prof. Christoph Menke (HS Trier), Bernhard Wern (IZES), Michael Barton (HS Trier)

 

Der Endbericht des Vorhabens steht zum Download bereit!
>> Wärmestudie Region Eifel und Trier, Endbericht, Juni 2016


Im Rahmen der 1. Regenerativen Energietechnik-Konferenz in Nordhausen am 8. und 9. Februar 2018 wird Florian Noll die Ergebnisse der Wärmestudie Region Eifel-Trier vorstellen.
>> Programm der Veranstaltung

 

Auftraggeber:
          Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung


Partner:

  • Stadtwerken Trier
  • Energieagentur Region Trier
  • Ingenieurbüro ECOSCOP
  • SteinbeisForschungsinstitut Solites

 

 

Laufzeit: 
11/2015 bis 02/2016
Kontakt: 
Arbeitsfeld: