Klima SAAR

Klima SAAR: Klimawandel – Synergetisch. Aktiv. Akteursbezogen. Regional.

>> Anpassung an den Klimawandel im Saarland unter Berücksichtigung der demografischen Entwicklung und des Strukturwandels

Das Klima ändert sich und stellt auch die Kommunen vor neue Herausforderungen und Aufgaben. Das Projekt Klima SAAR thematisiert die Folgen des Klimawandels im Kontext des demografischen Wandels sowie des Strukturwandels – und die sich daraus ergebenden kumulierenden Wirkungen - in zwei saarländischen Landkreisen, dem Saarpfalz-Kreis und dem Regionalverband Saarbrücken. Betrachtet werden insbesondere die Handlungsfelder Ver- & Entsorgung, Siedlungswesen & Verkehr, Wasserwirtschaft sowie Land- & Forstwirtschaft. Besondere Schwerpunkte bilden sensitive Nutzungen und kritische Infrastrukturen sowie die Beziehung zwischen Stadt und Land.

Anders als bisherige Forschungsinitiativen bindet das Vorhaben alle relevanten Akteure, auch politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger, von Beginn an aktiv ein und fördert die akteursbasierte, kooperative Entwicklung und Umsetzung von Anpassungsstrategien und -maßnahmen.

Das Vorhaben verfolgt einen stark umsetzungsorientierten Ansatz und nimmt besondere Rücksicht auf die angespannte Haushaltslage der saarländischen Kommunen. Die (mittel- und langfristige) finanzielle Tragfähigkeit der entwickelten Strategien und Maßnahmen steht von Beginn an im Vordergrund.

Die Forschungsaktivitäten sind in aufeinander aufbauende Schritte gegliedert. Zu Beginn werden die betrachteten Wandelprozesse und ihre Folgen für Stadt und Land thematisiert: Gemeinsam tragen die Akteure Daten und Wissensstände aus den Handlungsfeldern zusammen, ermitteln Handlungsbedarfe, identifizieren Handlungs-optionen und priorisieren tragfähige Anpassungsstrategien und -maßnahmen. Ergebnisse dieses Prozesses sind akteursbasierte Aktionspläne (Roadmap 2020 und 2100 für die beiden Landkreise) sowie die Definition von zwei bis drei kommunalen Leuchtturmvorhaben, welche von den Akteuren gemeinsam geplant, finanziert und umgesetzt werden.

        

 

Mit Hilfe zielgruppenspezifischer Informationsmaterialien sollen besonders vulnerable Gruppen und Einrichtungen (Schulen, Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, etc.) für klimawandelrelevante Themen sensibilisiert werden, um ihre Anpassungsfähigkeit zu erhöhen.

Der innovative Ansatz des Vorhabens soll so aufbereitet werden, dass er auf andere Landkreise übertragen werden kann. Darüber hinaus verfolgt das Vorhaben eine Upscaling-Strategie: Die Projektergebnisse sollen in Planungen und Entscheidungen auf Landesebene, z.B. in den Landesentwicklungsplan, einfließen. Darüber hinaus wird die Schaffung einer Klima-Governance-Struktur in politischer Trägerschaft, z.B. eines Klimarates oder eines Klimaforums auf Landesebene, angestrebt.

 

Partner:

                                 

 

Gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages und der Saarland-Sporttoto GmbH.

           

 

Laufzeit: 
01/2017 bis 12/2019
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